El Camino: A Breaking Bad Filmkritik: “Ein endgültiger Abschied von einigen der größten Fernsehcharaktere”

Unser Urteil

El Camino beendet Jesses Abenteuer mit einem wörtlichen Knall, während die Rückblenden für einen netten, wenn auch etwas unnötigen Fanservice sorgen.

"Nur Sie können entscheiden, was für Sie am besten ist, Jesse." Diese Worte, die in den Eröffnungsmomenten von El Camino gesagt wurden, verkörpern die Reise der Figur durch Breaking Bad – die atemberaubende Serie, die den Aufstieg und Fall von Walter White aufzeichnete.

Hat Jesse, der ehemalige Meth-Koch, jemals eine Entscheidung getroffen, die ganz seine eigene war? Das Gespenst von Heisenberg war schon immer groß, der Drogenbaron tat schreckliche Dinge und ging sogar so weit, ein Kind zu vergiften, um Jesse zu manipulieren. Am schlimmsten war, dass Heisenbergs Gier und zerstörerische Methoden dazu führten, dass Jesse von einer Gruppe Neonazis eingesperrt wurde.

Nach einem anfänglichen Rückblick nimmt El Camino die Position ein, an der die Serie beendet wurde. Dies ist jedoch Jesse nichts. Er ist nicht nur den Fesseln von Todd’s Gang entkommen, sondern auch dem Griff von Walter White. Jesse ist endlich auf sich allein gestellt – ein Mann, der niemand anderem als sich selbst verantwortlich ist. El Camino ist Jesses Entgiftung – der Comedown nach einem Leben, in dem er von einem betrügerischen Chemielehrer gemobbt wurde. Doch die Erinnerungen sind tief. Es gibt jede Menge Rückblenden, die Teile der Breaking Bad-Serie ausfüllen, von denen wir nie wussten, dass sie fehlen. Tote Charaktere treiben Jesse durch die Gedanken und ihre Geister verfolgen den Film.

Zurück mit Jesse, Skinny Pete, Badger und den anderen (wir werden sie nicht mehr nennen) zu sein, ist eine seltsame Sensation. Wir kennen sie so gut – was gibt es sonst noch zu lernen? Der Autor / Regisseur Vince Gilligan weiß das und gibt uns wichtige Enthüllungen über ihre Vergangenheit. Wir verbringen Zeit mit diesen Charakteren, während sie Gespräche über Jesses Platz in der Welt führen. Für Breaking Bad-Fans gibt es wenig zu glänzen, aber es gibt eine Menge erfreulichen Fan-Service – wobei das Aussehen eines wiederbelebten Charakters besonders erschreckend gut ist.

Obwohl El Camino nach dem Auto benannt wurde, in dem er beim Breaking Bad-Finale davongefahren ist, ist er die Show von Jesse. Wir verbringen Zeit mit ihm herumzufahren, Radio zu hören (und über das Schicksal eines anderen Charakters zu hören). Doch schon bald nach einem Besuch in Skinny Petes Haus ist der Motor im Staub geblieben. Jesse ist auf der Jagd nach Geld, genug, um New Mexico unentdeckt zu entkommen – um ein neues Leben für sich zu beginnen. Es gibt, wie erwartet, einige Komplikationen, obwohl sich nichts als große Bedrohung anfühlt. Die heutige Geschichte spielt sicherlich in einem lethargischen Tempo, weicht zu oft spitzen Rückblenden und führt zu einem Finale, das sich unvermeidlich anfühlt, obwohl es nicht unerreicht ist.

El Camino hätte leicht auseinanderfallen können, doch Aaron Pauls intensive Darstellung eines an PTBS leidenden Mannes hält alles zusammen. Er schlüpft perfekt in Jesses Fußstapfen und lässt die Zeit zwischen dem Ende der Serie vor sechs Jahren und El Caminos Veröffentlichung verblassen. Und dank Pauls Gravitas fühlt sich der Film wie ein befriedigender Abschluss für die Figur an. El Camino bietet dann einigen der größten Figuren, die jemals auf Fernsehbildschirmen erschienen sind, einen endgültigen, wenn nicht sogar notwendigen Abschied. Und Jesse, der arme Jesse, bekommt endlich das Schlusskapitel, das er verdient.

El Camino: A Breaking Bad Filmkritik: "Ein abschließender Abschied von einigen der größten Figuren des Fernsehens"

El Camino beendet Jesses Abenteuer mit einem wörtlichen Knall, während die Rückblenden für einen netten, wenn auch etwas unnötigen Fanservice sorgen.