Extrem laut und unglaublich enge Bewertung

Es kann kein Picknick gewesen sein, mit Jonathan Safran Foers Band über die Reaktion eines Jungen auf den Tod seines Vaters am 11. September auf der Leinwand zu ringen. Ein kniffliges Buch voller Kudos, ein Kind als Protagonist und ein ach so heikles Thema? Ein bisschen viel verlangt. Doch Regisseur Stephen Daldry hat eine geschickt involvierte, emotional intensive Erfahrung gemacht.

Seine zarte, zurückhaltende Interpretation des Buches zeigt die Erfahrungen des elfjährigen Oskar (Thomas Horn), eines skurrilen Kindes auf der Suche nach dem Schloss für einen Schlüssel, den sein Vater zurückgelassen hat. Daldry und der Schreiber Eric Roth brachen in Oskars Abenteuer mit Erinnerungen an seinen Vater Thomas (Tom Hanks) und Rückblenden ein.

In Oskars Kopf zu sein ist jedoch weder für ihn noch für uns angenehm. Newbie Horn gibt eine wilde Darbietung von solcher Intensität, dass es auf einmal nietet und irritiert. Als sich Max von Sydows stummer alter Untermieter seiner Suche anschließt und wortlos geäußerten Schmerz zeigt, ist das eine segensreiche Erleichterung.

Wie Sandra Bullocks unglückliche Mutter, die Oskars Abwesenheit erträgt und wütend weint "Ich wünschte, du wärst es anstelle von ihm" mit zuckender Geduld. Um die Geschichte zusammenzufassen, wechselt der Film von einer fein ausbalancierten Emotion zu Sentimentalität.

Trotz einer großen Enthüllung, die Lippen-Wackel-Schlichtheit und Schlagkraft vereint, wird das saubere Ende zur wahnsinnigen Lektion für das Leben, dass dieser Film einen edlen Schnitt über sich haben sollte.